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# 2858 | 10.09.2017 22:22:46 | Cornelia schrieb:
# 2857

Sehr geehrter Herr Pfeifer,

ja klar - unser Chef hier!
Dabei hatte ich wegen meiner Sillenbucher
Abgrundfantasien ein bestimmtes Foto vor Augen.

Als diese besondere Haarfarbe noch einmal so richtig leuchtete,
stand Herr Bauer ebenfalls an einem Abgrund.

Mittlerweile sind es schöne, lebhafte Grautöne,
die den Hut aus Panamagras und Hanf umkränzen.

Der Hut ist tatsächlich Weltklasse! Denn diese Materialien
geben einen ganz bestimmten Schwung und man
sieht selbst im Profil gut damit aus.
Als Werbebegeisterte möchte ich einen ähnlichen
Slogan ausbringen wie die fränkische Fernsehfirma Metz.

„So an Hut möchet ich aah“!

Auf das urspüngliche Haar von Joe Bauer werde ich
nicht mehr anspielen. Denn erstens ist es passé und
zweitens bleibt uns die Farbe ja in den rotblonden
Kommentaren erhalten.

Und die haben es - wie wir alle wissen - in sich!

So hat mich unser Chef hier an einen im Silberwald
hausenden „wackeren Sillenbucher Dorfchronisten“
verwiesen.
Dieses Verhalten kenne ich von wirklich allen anderen
Stuttgartern. Es ist immer das gleiche: Wenn man sich als
Sillenbucher outet, (und ich bin auch noch eine Eingeborene)
flackert beim Gegenüber der Bildschirmschoner
in den Augen.

Trotzdem bin ich nicht traurig, denn ich weiß,
dass Herr Bauer früher oder später seine wirklich
schöne Seele zeigt.
Für Hoffeld hat es sieben Jahre gedauert und für
Alt-Sillenbuch kann's auch dauern.

Natürlich wird er in tausend kalten Wintern nicht
den von mir vorgeschlagenen Weg beschreiten.

Vermutlich entert er den Ort von der Haltestelle Stelle her.
Aus Protest.

Sehr geehrter Herr Pfeifer, das mit den Pässen und der U 7 habe ich nicht verstanden.
Hat das etwas mit Fußball zu tun?
Also ich habe bis zum heutigen Tag keine Ahnung von dem Spiel.
Allerdings habe ich mal gelesen,
dass sich beim Fußball alles durch die gegnerische Mannschaft
verkomplizieren würde.

Ein einziges Mal im Leben würde ich mir so ein Kickersspiel
live ansehen.
Sie könnten mir, wenn Sie selbst ins Stadion wollen,
hier über das Forum einen Tipp geben wo Sie sitzen.

Dann würde ich mir eine ähnliche Karte kaufen und mich
in Ihrer Nähe aufhalten.
Sobald Sie jubeln, juble ich auch und sobald Sie murren,
murre ich auch. Auf diese Weise lerne ich bestimmt was.

Ohne Flachs jetzt - ich komme tatsächlich hin,
sollte Ihnen das nicht zu viel sein.
Joe Bauer wird Ihnen freundlicherweise sagen wo ich sitze.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lesern
einen schönen Wochenanfang!

# 2857 | 06.09.2017 20:20:10 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2856
Sehr verehrte Frau Cornelia,

wer ist der "Rotblonde"?

"Beste Szene: als Beauty-Blogger Joe Bauer für einen kurzen Moment seinen Hildegard-Knef-Gedächtnis-Strohhut abnimmt, sieht man: der Mann ist nur ab der Hutkrempe abwärts rotblond."
(Kollege Geiger, "Ein bisschen Aua ist immer"
http://tinyurl.com/ydgc5rlh )

Hier auch alles über Sillenbuch:
„So landen einige Pässe in Sillenbuch und müssen die U7 zurücknehmen."
Joe:Wer Panamagras und Hanf nicht von Stroh unterscheiden kann ...

# 2856 | 06.09.2017 17:34:31 | Cornelia schrieb:
Leserbeitrag 2853

Zurück aus dem Urlaub im Südbadischen,
entdecke ich die so geschätzte und erwartete
Antwort des Rotblonden.

Will ergänzend bemerken:
Aus Hoffeld kam das Signal, aber ursprünglich
bin ich aus Sillenbuch.
Auch dorthin haben Sie sich bis in die Nebenstraßen getraut!
Was für ein Tag!

Das letzte Mal, als Sie in Sillenbuch waren - wohlgemerkt,
wenn ich mich recht erinnere, will aber nichts unterstellen -
sind Sie mißtrauisch an der Haltestelle Silberwald geblieben.

Sollten Sie wieder Anlauf nach Sillenbuch nehmen,
egal, ob mit der SSB oder dem Rad, können Sie gerne
auf der anderen Seite der Hauptstraße, die den Ort auf so
unschöne Weise trennt, den alten Teil beackern.
Bin sehr gespannt, was Sie empfinden und entdecken! Am besten nehmen Sie es noch einmal mit der Haltestelle
Silberwald auf und gehen über die Straße gleich am Wald entlang,
entweder die Trossinger Straße immer geradeaus bis zum allseits
beliebten Bädle und stürzen sich erst dann in den Abgrund.

Oder Sie bleiben am Waldesrand und es geht schneller bergab.
Sie geraten dabei in die Kernenblickstraße mit schönstem Ausblick
zum Frauenkopf und zum Rotenberg. Dann droht - so oder so - ein weiterer Abgrund ....

Apropos Clara Zetkin: Auch auf diese andere Geschichte wäre
ich mehr als gespannt!
Joe:Ihre Haarfarbe ist mir nicht bekannt - doch findet sich für Ihre Interessen ganz sicher ein wackerer Sillenbucher Dorfchronist im Silberwald.

# 2855 | 02.09.2017 10:33:32 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Kolumne NIE WURDE EINEM MANN BESSER GEHOLFEN

Wunderbare Kolumne!

Ale kleine Ergänzung aus Casanovas Memoiren zum „erfahrenen Womanizer“ Carl Eugen:

„Alle seine Tänzerinnen waren hübsch, und jede rühmte sich, wenigstens einmal Seine liebessüchtige Durchlaucht beglückt zu haben…“ (1)
Dazu lohnt es zu wissen, dass die Mätressen Carl Eugens an ihren blauen (sic! sic! sic!) Schuhen kenntlich waren, die wohl nicht ohne Stolz getragen wurden. Damals wusste man eben noch, woran man war. Noch nicht herausgefunden habe ich freilich, ob die Berechtigung zum Tragen der blauen Schuhe an eine gewisse Frequenz gebunden war, oder ob die einmalige Beglückung, von der Casanova spricht, hierfür völlig ausreichend war. Dafür allerdings wäre dann wohl die Farbe des weiblichen Schuhwerks im damaligen Stuttgart ein wenig eintönig gewesen.

(1) zit. nach Ute Christine Berger, Die Feste des Herzogs Carl Eugen von Württemberg, Tübingen 1997, S. 12

# 2854 | 31.08.2017 10:04:53 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Das Derby. Ach ja, das Derby. Das vermaledeite Derby. Wäre ja prima. Wenn uns nur die „II“ hinter „VfB“ nicht stets neu an unsere Schmach erinnern würde...

Obwohl: Beim Orakel von Delphi soll die weissagende Pythia durch aus Erdspalten aufsteigende Gase in jenen Trancezustand versetzt worden sein, der die Orakelsprüche erst ermöglichte. Und der Besucher des Tempelbezirks, so wird weiter überliefert, sei mit der klandestinen Drohung empfangen worden, er möge sich doch gefälligst selbst erkennen (was mich betrifft, fehlte das gerade noch, aber das ist eine ganz andere Geschichte).

Nun behauptet kein Mensch bei Sinnen, also VOR der Benebelung mit einschlägigen Dämpfen, dass das Spiel der Stuttgarter Kickers etwas Berauschendes an sich habe. Etwas Halluzinogenes aber, zumal mit fortdauernder Spieldauer, allemal, und schockartig-furchtbesetzter Trancen und Lähmungen sollte man beim Zusehen immer gewärtig sein; wir spielen nicht umsonst auf der Waldau, da gibt es einiges an Pilzen, das man rauchen kann.
Nähme man nun einmal in kühnstem Versuch die Kickers als Droge und meditierte im Rausch über Geheimnisse und Gefahren der Selbsterkenntnis, was würde uns wohl geweissagt? Dass wir dermaleinst wieder gegen die „I“ vom VfB spielen. In der Oberliga Baden-Württemberg. Und darauf freuen wir uns jetzt schon. SV Stuttgarter Kickers I vs. Verein für Bewegungsspiele Stuttgart II
Samstag, 02. September 2017, !5 Uhr 30
Kickersplatz auf der Waldau

Achtung: Live-Übertragung im Fernsehen (sport1)
Uns bleibt nichts erspart.

# 2853 | 31.08.2017 02:45:19 | Cornelia schrieb:
#1838
Jetzt waren Sie doch endlich mal bei uns in Hoffeld.
Dass ich das in diesem Leben noch erfahren durfte!
Halleluja!
Joe:Wenn schon nicht von dieser Welt, so wenigstens aus Hoffeld.

# 2852 | 29.08.2017 19:26:38 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Nichts gegen das Weindorf, das morgen, nun ja, seine Spundlöcher öffnet. Wenn auch zu fragen ist, ob nicht, wie beim Spiel der Stuttgarter Kickers gegen den Waldhof neulich, von den sog. „Sicherheitsbehörden“ ein innerstädtisches Alkoholverbot verhängt werden sollte. Schließlich treffen Hochrisikogruppen aufeinander: verbissen feierwillige Rentnerstoßtrupps aus dem Umland und die ersten Schweizer Geschwader, denen das Weindorf gewiss als eine Art Zweitweihnachtsmarkt im Sommer verkauft wird… extrem heikle Sache, äußerste Vorsicht unbedingt angeraten!

Aber letztlich ist das alles nur Ausdruck des „tintenklecksendes Säkulums“, wie schon Freund Karl Moor wusste.

Denn das ginge und ging auch anders. Neulich ist mir mal aus unklarem Herr Herzog Carl Eugen durchs Wahnsystem spaziert. Das war der mit unter anderem Schiller und Schubart und Birkach-Hohenheim (wohin es den Chef, ich kann nicht umhin, es missbilligend festzustellen, bei seiner Elektrofahrradtour um Degerloch herum – Kolumne vom 29.8. - mal wieder nicht verschlagen hat!).
Carl Eugen also, eine spätbarocke „Festgeig“, wie es hierorts, glaube ich, heißt. Wein (sic!) aus den Brunnen Stuttgarts, dazu gebratene Ochsen für lau fürs gemeine Volk (das allerdings sonst nicht viel zu lachen hatte) und dann 14-tägige Festfolgen, darunter so eine Art Schaujagen in Degerloch. (Was sich immerhin bis heute erhalten hat). Selbstverständlich war Württemberg danach ruiniert. Aber gekracht hat’s gewaltig. Was da wohl die Sicherheitsbehörden gesagt haben…

Ute Christine Berger, Die Feste des Herzogs Carl Eugen von Württemberg, Tübingen 1997

Jürgen Walter, Carl Eugen von Württemberg, 2009
Joe:Protest!!! Ich war niemals mit einem Elektrofahrrad unterwegs. Wegen Ehre!

# 2851 | 04.08.2017 11:59:17 | Alfred schrieb:
Zu 1825 / Neckarstrasse

Dort war auch das Arbeitsamt wo das Elend der Arbeitslosigkeit verwaltet wurde.
Im Gebaeude des SDR arbeitet jetzt die Staatsanwaltschaft da wo entschieden wird was zu verfolgen ist.

# 2850 | 03.08.2017 18:49:01 | Walter Steiger schrieb:
NECKARSTRASSE
Hinsichtlich der bemerkenswerten Rimbaud-Ballade von Patti Smith empfehle ich die puristische Schwarz-Weiß-Version derselben: http://bit.ly/2v2JQwG
Nicht nur, weil sie vollständig ist, und nicht durch einen Gegenschnitt zu den Polizei-Amazonen vom Schwarzen Donnerstag 2010 unterbrochen wird, sondern weil sie am Ende noch einen "Riessling"-lastigen Originalbrief des Dichters aus der Stuttgarter Marien-Straße 2 / 3 ème étage (3 tr) zeigt. Den von Patti Smith erwähnten "public fountain - the one from the 18th century with a golden horse" findet man noch heute, schräg gegenüber am Alten Postplatz, mitten zwischen den Biertischen des "Paulaner". Das Medaillon mit der säugenden Stute schimmert allerdings nicht mehr golden, sondern grün oxidiert.
Danke auch für den Text zu Becketts lakonischem Sechszeiler über "la longue rue Neckar" und seine damalige Stammkneipe "Neckarklause" im Haus Nr. 213, die seither viele Namenswechsel erlebt hat – vom ambitionierten "Beck's Gastronomie" über "Porto Latino", "La Laguna" und "Tübinger Tor" bis zum heutigen, durchaus wieder empfehlenswerten Ristorante "Da Toni e Laura", das sehr respektable Pizzen und gute Fischgerichte anbietet. Keinem der Pächter (auch dem begabten Marcus Beck nicht) war allerdings je bewußt, dass einst einer der einflußreichsten Literaten des 20. Jahrhunderts durch die (bis heute erhaltenen) Schwingtüren ein- und ausgegangen ist.
Joe:Danke für die Hinweise, Walter. Näheres findet man auch hier auf meiner Homepage:
http://bit.ly/2feiMoC
Und hier (zum "Riessling"-Brief):
http://bit.ly/2v51HBs

# 2849 | 27.07.2017 18:21:48 | Michael Schmid schrieb:
zu Für Gerda Taro. Zum Gerda Taro Platz in Stuttgart wäre noch die Tarostraße in Leipzig und dortselbst die Installation mit Bildern der Fotografin in der Straße des 18. Oktober hinzuzufügen. Vielen Dank für diese sehr gelungene Veranstaltung am gestrigen Spätnachmittag.
Joe:Die Tarostraße in Leipzig gab es schon in der DDR. Die noch junge Leipziger Installation wurde leider zwischendurch von Idioten zugeschmiert - und vor kurzem wieder hergestellt. Irme Schaber hat an diesem Erinnerungsort auf Einladung eine Rede gehalten. Wir freuen uns, dass es Dir gefallen hat - leider hat technischer Dilettantismus' etwas Stress bereitet ...

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