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# 2845 | 09.07.2017 14:11:44 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2844
Lieber Wilfried,

so wahr, so wahr! „Rundherum“, so hieß der Reisebericht von Klaus und Erika Mann, und es macht mich glücklich, dass die neuesten literaturwissenschaftlichen Forschungen jetzt zu eindeutigen Ergebnissen kommen: Es geht um die Waldau! Du gehst aus von der Waldau, und du kannst herumirren, so lange du willst oder musst, du kommst wieder auf die Waldau und die Waldau ist Welt und die Welt ist die Waldau!
Drei Wochen also! Noch Zeit, um zu träumen: Vielleicht bekommen wir ein Freitagabendspiel geschenkt, wenn die Luft satt ist und schwer von der Wärme eines Sommertags und sich um dich schmiegt und sich dir auf Schulter legt, Lust, nicht Last, das Gras lockt jungfräulich und erwartungsfroh, und drüben begrüßt der B-Block mit dem Banner die neue Mannschaft und die neue Saison… Wir sind scharf auf den Anpfiff, der pünktlich und energisch erfolgt, neues Spiel, neues Glück, neue Desaster. Ein, zwei Halbe zur Einstimmung bei Fernando, meinem Nebensitzer auf der Haupttribüne, sollten genehmigungsfähig sein, und dann, in kühnem Zugriff, werden die Blauen das Spiel bestimmen. Wunderbare Staffetten! Atemberaubende Abschlüsse! Brausender Beifall! Regionalliga Südwest, Saison 2017/18. Einwandfrei! Auf die Blaue!

# 2844 | 08.07.2017 12:12:22 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2843 / JB

Ein wahrlich seltsamer Vergleich, der dem geschätzten Zwo-f agitatorische Lenkung von Themen unterstellt. Ja, was soll er denn machen, wenn diese kraft innerer Logik unaufhaltsam der Waldau zustreben? Da machst du gar nix. So siehts aus. Übrigens: es sind jetzt noch drei Wochen. Und die Kinder des Sisyphos wälzen ihre Steine, auf der Waldau, in Hamburg und anderwo.

# 2843 | 01.07.2017 11:50:07 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Kolumne DER DETEKTIV et al

Keine Ahnung selbstverständlich, wie es um die Schweinelage in Dürrlewang bestellt ist, vertraue hier aber wie stets den empirisch gesicherten Erkenntnissen des Chefs. Genau genommen wüsste ich nicht einmal, dass eine Sonderbarkeit wie Dürrlewang existiert, würde das nicht seit einiger Zeit unterirdisch in der Stadt ausgerufen.
Hier in Plieningen jedenfalls, so darf ich vermelden, halte ich mir stets eine Sau auf dem Balkon, die ich gelegentlich durchs Dorf treibe. Und im November wird gewurstet. Herr Vincent Klink wusste hierzu aus seinen Jugendjahren(„Ut mine Sautid“, hätte das wohl Fritz Reuter genannt) anschaulich zu berichten. Abends tu ich dann übrigens dichten.
Und ebenso übrigens ist es passiert. Die Dauerkarte – für die Haupttribüne, wie es sich für Männer von Ehre gebührt (um genau zu sein, könnte ich mir die teuren Hüte nicht leisten, die man derzeit im B-Block ohne Dach benötigt. Plattenbrand. Und so.) – ist bestellt. Mit dem Vermerk „auf Bewährung“. Wobei ich nicht genau weiß, was das bedeuten soll und ob nicht am Ende ich selbst „auf Bewährung“ in der Menschheit unterwegs bin. Aber klingt das nicht sau-abgezocktl? Bin schwer zufrieden mit mir!
Vier Wochen. Der Countdown läuft. Nur Major Tom macht einen Scherz!
Joe:Zwo-f agitiert wie ein Populist: Jedes, aber wirklich jedes Thema lenkt er Richtung Blaue Götter - so wie am Ende jeder AfD-Wortmeldung der Islam steht.

# 2842 | 28.06.2017 13:30:11 | Wilfried Harthan schrieb:
@ StN-Kolumne: Stunde der Neugier

Die Dokumentation "You'll never walk alone" ist in der Tat uneingeschränkt zu empfehlen, auch wenn ihr gelegentlich BVB-Lastigkeit vorgeworfen wird, sei's drum. Denn auch als Schwarzgelber, der die Hymne jedesmal auf der Süd mitsingt, weisst man am Ende des Films, wo das Lied wirklich hingehört.

Es ist ein Film über Fußball, Literatur, Musik, Geschichte, über das Leben also. Ein Höhepunkt des Films sind die Szenen, in denen Jürgen Klopp über das Lied, die Anfield Road und den FC Liverpool erzählt. Das bekommt man so nicht hin, indem man kurz einen Hochglanzprospekt überfliegt. Dazu muss braucht es neben einem soliden Wissen vor allem sehr sensible Antennen für den Verein, die Fans und die Stadt. Eine weltmännische Vorstellung des gebürtigen Stuttgarters Jürgen Klopp, alle Achtung.

# 2841 | 28.06.2017 10:52:19 | Peter Jehle schrieb:
Hallo Herr Bauer,
für den 80. Todestag Gerda Taros schlage ich "anda jaleo jaleo" nach dem Text von Federico Garcia Lorca vor
http://bit.ly/2tkqFhn
Joe:Danke!

# 2840 | 23.06.2017 17:31:13 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2839

Lieber Uwe,
das mit den Chinesen in der Regionalliga habe ich auch gelesen, die Frage ist jetzt nur in welcher. In der Reginalliga West herrscht schon helle Aufregung, aber wenn ihr sie nehmt, soll es uns auch recht sein.
Und der Hans von Irrlingen soll das vorausgesehen haben? Ich weiß nicht recht. Das müsste man vielleicht in den verschollenen 6 Bänden seines Gesamtwerks nachlesen, womit wir schon bei

@2838
wären. Der Mann ist tatsächlich rein analog. In keinem Bibliotheks-Online-Katalog habe ich irgendwas gefunden. Dafür habe ich ein bisschen was zu Wacker Makrktredwitz zusammengoogeln. Die haben noch einiges mehr geleistet. 1959 haben sie den 1. FC Nürnberg mit 2:1 aus dem Pokal gekegelt, 1948 haben sie beim VfB 3:2 gewonnen, sind dafür 1936 gegen die Canstatter mit 0:1 aus dem Pokal geflogen. Und komplett überflüssig war natürlich auch das 1:3 gegen Schalke 1951. Reichlich durchwachsen das Ganze, aber das kennt man ja von der Waldau.

Zu Joes Anmerkung, wir seien "ALLE Irrlingers", klarer Einspruch. "Philosophie der Eckfahne" - da musst du erst mal drauf kommen, und das mit 25 Jahren. Franken hat ein Genie hervorgebracht. Uwe, gib uns mehr, der Salon dürstet danach.
Joe:Einspruch? Bist Du vielleicht kein IRRlinger?

# 2839 | 22.06.2017 20:37:05 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
"Sehnsuchtsvolle Pfirsichblüte, sanft bestäubt vom zärtlichen Wind unserer Waldau, die dunkel steht und sinnend schweigt" oder:

Die Chinesen spielen nächste Saison in der Regionalliga mit. Wegen neuer Märkte. Und so.

Da sage noch einer was gegen Hans von Irrlingen. Der hat das alles längst vorausgesehen. Aber immer!

# 2838 | 18.06.2017 12:22:34 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2837

Lieber Wilfried,

auf das Werk Hans von Irrlingens – oder was davon übrig geblieben ist – bin ich bei längst fälligen, letztlich aber fast erwartungsgemäß gescheiterten Aufräumarbeiten in meinem Dachstübchen gestoßen. Man weiß ja, was sich da an längst Vergessenem ansammelt.
Kann sein, dass der Band – es handelt sich um den sechsten aus einem offenbar siebenbändigen Gesamtwerk – aus der Hinterlassenschaft eines entfernten Großonkels stammt, der mit Hans von Irrlingen in jener Mannschaft von Wacker Marktredwitz spielte, die 1921 dem FC Bayern München ein 3:3 abgerungen hat. Hans von Irrlingen soll zwei Tore geschossen haben, aber hier sind sich die Chronisten nicht so recht einig.
Hans von Irrlingen war ein Frühvollendeter und Frühvollendender. Sein voluminöses Werk, das die Tiefenschichten des Fußballs einer eingehenden, scharfsichtigen und visionären Analyse unterzieht, hat er – Jahrgang 1900 – bereits mit 25 Jahren abgeschlossen. Später soll er noch in Marseille interessierten Fischern gelehrt haben, bevor er in den Weiten Andalusiens eine Windmühle betrieben hat. Seine aus persönlicher Erfahrung und mentalmuskulärer Introspektion gewonnenen Erkenntnisse zu Problemen der Syndesmose haben ihn schon damals zu einem begehrten Ratgeber gemacht, folglich hat er neben seiner Windmühle eine entsprechende Restauration betrieben. Später soll er über Lissabon nach Brasilien ausgereist sein, wo sich freilich seine Spur verliert. Gut möglich aber, dass der spätere Erfolg Brasiliens im Fußballs zu einen nachhaltigen Teil auf den Lehren von Irrlingens beruht.
Ein durch und durch analoger Mensch – kein Wunder, dass Du bei google nichts gefunden hast!
Der erwähnte Band VI in meinem Besitz vereint kleinere Arbeiten wie den zitierten „Versuch über die Dauerkarte“. Daneben zum Beispiel – den Existentialismus vorwegnehmende – „Grundüberlegungen zu einer Philosophie der Eckfahne“ sowie eine ungewohnt mystisch anmutende Arbeit über die „Dimensionen des Sommerlochs“. Interessant bei den „Dimensionen“ allerdings, dass sie Aspekte der Relativitätstheorie vorzubereiten scheinen, aber da versagt meine Geisteskraft natürlich endgültig.
An letzterem magst Du ersehen, dass Zwo-F mal wieder vor sich hin deliriert. Was soll man auch machen, wenn sich auf der Waldau nix tut? Dann erfinden wir uns halt was, das geht zur Not auch mal ein paar Wochen. Aber nimmer lang!
Joe:Also, Zwo-f, ich würde mal so sagen: Wenn man sich den Namen auf der Zunge zergehen lässt, dann sind wir ALLE Irrlingers ... total.

# 2837 | 18.06.2017 09:25:22 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2836

Hallo Uwe,

wer zum Teufel ist Hans von Irrlingen? Wenn auch Google mich verlässt, bin ich verlassen. Oder ist das etwa ein Pseudonym von Uwe Horst Pfeifer, und ich habe mal wieder nix geschnallt. Aufklärung dringendst erbeten.

# 2836 | 12.06.2017 18:50:00 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
„Einmal heiratete ein Mann seine Dauerkarte. Es war die falsche. Die Ehe verlief unglücklich. Der Papst erteilte keinen Dispens. Drum prüfe gründlich die Dauerkarte, der du dich anzuvertrauen gedenkst“.

(Hans von Irrlingen, Versuch über die Dauerkarte. Marseille und Marktredwitz 1927. Kapitel XIII: „Dauerkarte und Fluch“.)

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