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# 2865 | 22.09.2017 12:36:38 | Wilfried Harthan schrieb:
Verehrte Frau Cornelia,

nach einer kürzeren Salonpause stelle ich erfreut fest: die Kickers haben eine neue Besucherin gewonnen, und die kommt auch noch aus Sillenbuch. Ich erlaube mir den Rat: bleiben Sie dem Ball und der Waldau treu, das hat noch niemandem geschadet, noch nicht einmal mir. Zu meiner Zeit, als ich nämlich von Heumaden aus zu den Kickers gegangen bin, da ging es nicht auf die Waldau, weil die Kickers im Neckarstadion spielen mussten. 1000 Zuschauer im Neckarstadion, deprimierend, und dann noch verloren und am Montag in die Schule, wo alle anderen VfB-Fans waren. Das war nicht immer leicht und hat sich zu der Erkenntnis verdichtet, dass man sich vom Spiel keinen Trost für das Leben erwarten darf, sondern dass man sich das Leben so einrichten sollte, dass es einen für das Spiel tröstet. Und wenn man das lange genug durchhält, dann geht es irgendwann auch mal wieder andersrum. Wie komm ich da jetzt drauf? Ach ja: Sillenbuch, Heumaden, Waldau. Und bevor ich jetzt endgültig ins Schwafeln komme, grüße ich Sie herzlich aus dem Ruhrgbiet. Vielleicht trifft man/frau sich ja mal auf der Waldau.

# 2864 | 20.09.2017 16:01:17 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2863

Auf jeden Fall! In einer Bar im Fernsehen! Die übertragen dort nämlich Calcio Leinfelden-Echterdingen, Verbandsliga Württemberg, regelmäßig live! Habe ich selber schon gesehen...

# 2863 | 20.09.2017 10:58:44 | rebstock schrieb:
Eines Tages, eines Tages, eines Tages wirds geschehn,
und dann fahren wir nach Mailand, umd die Kickers dort zu sehn!
Joe:Wo, im Schuhgeschäft?

# 2862 | 16.09.2017 23:44:46 | Cornelia schrieb:
Schock. Schwere. Not.
SCHOTT erstes Tor!

Schwere. Not. Schock.
SCHOTT letztes Tor!

Das Spiel war selbsterklärend.
Und für mich sehr schön
diese neue Erfahrung eines Livespiels.

Das Plastische im Gegensatz zum Bildschirm.
Das Stadion luxuriös und sauber
bis auf die Vogelhinterlassenschaften
auf den Sitzlehnen.

Mein Platz war mir zu halsbrecherisch
und der Block E 5 Haupttribüne zu voll.

Aber sonst – sogar die Fränkische Bratwurst
war von erster Güte!

# 2861 | 14.09.2017 21:55:29 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Schott. Schott also. Selbstverständlich meide ich hierorts alle Wortspiele, Reimereien und Schmalspurkalauer, die sich mir unheilvoll peinigend aufdrängen; Sie wissen ja

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich bin etwas schlichteren Gemüts, den einfachen sprachlichen Genüssen zugetan und über den kleinen Billigwitz nie recht hinausgewachsen, ich weiß gar nicht, woran das liegt und wann da was schiefgegangen ist. Freilich ist der größte kleine Billigwitz, dass wir überhaupt gegen Schott spielen müssen, und dafür kann ich nun wirklich nichts. Obwohl, wer weiß, irgendwas hat man ja immer verbrochen. Wenn man nur wüsste, was. Der TSV Schott Mainz, so ergibt eine Blitzrecherche auf Wikipedia, sei im „Spitzensport“ (sic!) vor allem im Schach erfolgreich. Nun ja. Vielleicht, so sinniere ich, geht planerisch was schief – derlei passiert immer wieder, wer wüsste das besser als wir – und der Verein schickt am Samstag seine Tanztruppe auf die Waldau. Dann bestünde noch Hoffnung. Obwohl wiederum, sicher ist das auch nicht, sage keiner was gegen Tanztruppen und Schachspieler. Tristesse, Tristesse, Tristesse. Visionär beschrieben hat das bereits Thomas Mann in seiner großen Fußballnovelle „Unordnung und frühes Leid“: 2. Minute, Ecke Schott, alles klar.
Ende der 60er Jahre muss es gewesen sein, als meine Mutter, um meine kindliche Zündelleidenschaft wohl wissend, an Silvester so eine Art Zimmerfeuerwerk veranstaltet hat. Harmlos, aber spektakulär. In einer feuerfesten Glasschale von Schott. Das habe ich mir gemerkt, weiß einer warum. Danach ist mir Schott nie mehr bewusst begegnet. Bis jetzt. Vielleicht war das damals der Moment, der alles entschieden hat. Unsere Untaten holen uns ein. Hör mir einer auf.

Stuttgarter Kickers vs. TSV Schott Mainz
16. 09., 14 Uhr, Kickersplatz auf der Waldau
Joe:Schach, genau. Ich bin das Bauernopfer - und zum
Glück nicht in der Stadt.

# 2860 | 11.09.2017 16:59:56 | Cornelia schrieb:
# 2859

Sehr geehrter Herr Pfeifer,

ja prima, das machen wir!

Bis Samstag wissen Sie in etwa,
wie Sie mich erkennen können.

Wir müssen den Chef hier nicht mit reinziehen.
Naiv aber auch von mir, zu denken,
Sie sitzen beim Fußball einträchtig beieinander!

Den Block E 5 Haupttribüne leiste ich mir mit Genuss!

Bis Samstag also um 14:00 Uhr am Kickers-Stadion!

# 2859 | 11.09.2017 08:34:00 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2858

Zu befürchten ist freilich,
sehr verehrte Frau Cornelia,

dass uns Herr Bauer mitnichten den Weg zueinander wird weisen wollen. Herr Bauer betrachtet von alters her den gemeinen Haupttribünenbesucher insbesondere spezifisch Waldauer Observanz mit Missvergnügen, wenn nicht mit tiefwurzelndem Misstrauen. „Sitzen ist für’n Arsch“ heißt das schillernd in den fußballerischen Kreisen, in denen Herr Bauer sich auf dem Kickersplatz zu bewegen pflegt: manchmal, wenn mich die Verzweiflung erfasst in meinem Block E5 auf der Haupttribüne, meine ich von drüben, aus dem B-Block, Hanf und Panamagras herüberleuchten zu sehen, aber das mag je geträumt sein, ein Gaukelbild zur Milderung der Depression...

Womit wir bei Ihrer Frage nach dem angemessenen Verhalten wären: Sie machen nicht viel falsch und werden auf dem Kickersplatz sofort als gewiefter Insider akzeptiert, wenn Sie eine halbe Stunde vor Spielbeginn mit dem Murren beginnen und dieses dann konsequent durchhalten. Zu Jubel besteht auf dem Kickersplatz kein Anlass. Gerne würde ich Sie vor dem Spiel mit einer kleinen, gepflegten Kollektion bewährter, unerschöpflich kombinierbarer Versatzstücke aus dem Murr- und Bruddelkosmos versorgen!
Ich gehe zuversichtlich davon aus, Sie bereits beim Regionalligakracher am Samstag gegen Schott Mainz einweisen zu dürfen!

# 2858 | 10.09.2017 22:22:46 | Cornelia schrieb:
# 2857

Sehr geehrter Herr Pfeifer,

ja klar - unser Chef hier!
Dabei hatte ich wegen meiner Sillenbucher
Abgrundfantasien ein bestimmtes Foto vor Augen.

Als diese besondere Haarfarbe noch einmal so richtig leuchtete,
stand Herr Bauer ebenfalls an einem Abgrund.

Mittlerweile sind es schöne, lebhafte Grautöne,
die den Hut aus Panamagras und Hanf umkränzen.

Der Hut ist tatsächlich Weltklasse! Denn diese Materialien
geben einen ganz bestimmten Schwung und man
sieht selbst im Profil gut damit aus.
Als Werbebegeisterte möchte ich einen ähnlichen
Slogan ausbringen wie die fränkische Fernsehfirma Metz.

„So an Hut möchet ich aah“!

Auf das urspüngliche Haar von Joe Bauer werde ich
nicht mehr anspielen. Denn erstens ist es passé und
zweitens bleibt uns die Farbe ja in den rotblonden
Kommentaren erhalten.

Und die haben es - wie wir alle wissen - in sich!

So hat mich unser Chef hier an einen im Silberwald
hausenden „wackeren Sillenbucher Dorfchronisten“
verwiesen.
Dieses Verhalten kenne ich von wirklich allen anderen
Stuttgartern. Es ist immer das gleiche: Wenn man sich als
Sillenbucher outet, (und ich bin auch noch eine Eingeborene)
flackert beim Gegenüber der Bildschirmschoner
in den Augen.

Trotzdem bin ich nicht traurig, denn ich weiß,
dass Herr Bauer früher oder später seine wirklich
schöne Seele zeigt.
Für Hoffeld hat es sieben Jahre gedauert und für
Alt-Sillenbuch kann's auch dauern.

Natürlich wird er in tausend kalten Wintern nicht
den von mir vorgeschlagenen Weg beschreiten.

Vermutlich entert er den Ort von der Haltestelle Stelle her.
Aus Protest.

Sehr geehrter Herr Pfeifer, das mit den Pässen und der U 7 habe ich nicht verstanden.
Hat das etwas mit Fußball zu tun?
Also ich habe bis zum heutigen Tag keine Ahnung von dem Spiel.
Allerdings habe ich mal gelesen,
dass sich beim Fußball alles durch die gegnerische Mannschaft
verkomplizieren würde.

Ein einziges Mal im Leben würde ich mir so ein Kickersspiel
live ansehen.
Sie könnten mir, wenn Sie selbst ins Stadion wollen,
hier über das Forum einen Tipp geben wo Sie sitzen.

Dann würde ich mir eine ähnliche Karte kaufen und mich
in Ihrer Nähe aufhalten.
Sobald Sie jubeln, juble ich auch und sobald Sie murren,
murre ich auch. Auf diese Weise lerne ich bestimmt was.

Ohne Flachs jetzt - ich komme tatsächlich hin,
sollte Ihnen das nicht zu viel sein.
Joe Bauer wird Ihnen freundlicherweise sagen wo ich sitze.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lesern
einen schönen Wochenanfang!

# 2857 | 06.09.2017 20:20:10 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2856
Sehr verehrte Frau Cornelia,

wer ist der "Rotblonde"?

"Beste Szene: als Beauty-Blogger Joe Bauer für einen kurzen Moment seinen Hildegard-Knef-Gedächtnis-Strohhut abnimmt, sieht man: der Mann ist nur ab der Hutkrempe abwärts rotblond."
(Kollege Geiger, "Ein bisschen Aua ist immer"
http://tinyurl.com/ydgc5rlh )

Hier auch alles über Sillenbuch:
„So landen einige Pässe in Sillenbuch und müssen die U7 zurücknehmen."
Joe:Wer Panamagras und Hanf nicht von Stroh unterscheiden kann ...

# 2856 | 06.09.2017 17:34:31 | Cornelia schrieb:
Leserbeitrag 2853

Zurück aus dem Urlaub im Südbadischen,
entdecke ich die so geschätzte und erwartete
Antwort des Rotblonden.

Will ergänzend bemerken:
Aus Hoffeld kam das Signal, aber ursprünglich
bin ich aus Sillenbuch.
Auch dorthin haben Sie sich bis in die Nebenstraßen getraut!
Was für ein Tag!

Das letzte Mal, als Sie in Sillenbuch waren - wohlgemerkt,
wenn ich mich recht erinnere, will aber nichts unterstellen -
sind Sie mißtrauisch an der Haltestelle Silberwald geblieben.

Sollten Sie wieder Anlauf nach Sillenbuch nehmen,
egal, ob mit der SSB oder dem Rad, können Sie gerne
auf der anderen Seite der Hauptstraße, die den Ort auf so
unschöne Weise trennt, den alten Teil beackern.
Bin sehr gespannt, was Sie empfinden und entdecken! Am besten nehmen Sie es noch einmal mit der Haltestelle
Silberwald auf und gehen über die Straße gleich am Wald entlang,
entweder die Trossinger Straße immer geradeaus bis zum allseits
beliebten Bädle und stürzen sich erst dann in den Abgrund.

Oder Sie bleiben am Waldesrand und es geht schneller bergab.
Sie geraten dabei in die Kernenblickstraße mit schönstem Ausblick
zum Frauenkopf und zum Rotenberg. Dann droht - so oder so - ein weiterer Abgrund ....

Apropos Clara Zetkin: Auch auf diese andere Geschichte wäre
ich mehr als gespannt!
Joe:Ihre Haarfarbe ist mir nicht bekannt - doch findet sich für Ihre Interessen ganz sicher ein wackerer Sillenbucher Dorfchronist im Silberwald.

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