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# 2841 | 28.06.2017 10:52:19 | Peter Jehle schrieb:
Hallo Herr Bauer,
für den 80. Todestag Gerda Taros schlage ich "anda jaleo jaleo" nach dem Text von Federico Garcia Lorca vor
http://bit.ly/2tkqFhn
Joe:Danke!

# 2840 | 23.06.2017 17:31:13 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2839

Lieber Uwe,
das mit den Chinesen in der Regionalliga habe ich auch gelesen, die Frage ist jetzt nur in welcher. In der Reginalliga West herrscht schon helle Aufregung, aber wenn ihr sie nehmt, soll es uns auch recht sein.
Und der Hans von Irrlingen soll das vorausgesehen haben? Ich weiß nicht recht. Das müsste man vielleicht in den verschollenen 6 Bänden seines Gesamtwerks nachlesen, womit wir schon bei

@2838
wären. Der Mann ist tatsächlich rein analog. In keinem Bibliotheks-Online-Katalog habe ich irgendwas gefunden. Dafür habe ich ein bisschen was zu Wacker Makrktredwitz zusammengoogeln. Die haben noch einiges mehr geleistet. 1959 haben sie den 1. FC Nürnberg mit 2:1 aus dem Pokal gekegelt, 1948 haben sie beim VfB 3:2 gewonnen, sind dafür 1936 gegen die Canstatter mit 0:1 aus dem Pokal geflogen. Und komplett überflüssig war natürlich auch das 1:3 gegen Schalke 1951. Reichlich durchwachsen das Ganze, aber das kennt man ja von der Waldau.

Zu Joes Anmerkung, wir seien "ALLE Irrlingers", klarer Einspruch. "Philosophie der Eckfahne" - da musst du erst mal drauf kommen, und das mit 25 Jahren. Franken hat ein Genie hervorgebracht. Uwe, gib uns mehr, der Salon dürstet danach.
Joe:Einspruch? Bist Du vielleicht kein IRRlinger?

# 2839 | 22.06.2017 20:37:05 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
"Sehnsuchtsvolle Pfirsichblüte, sanft bestäubt vom zärtlichen Wind unserer Waldau, die dunkel steht und sinnend schweigt" oder:

Die Chinesen spielen nächste Saison in der Regionalliga mit. Wegen neuer Märkte. Und so.

Da sage noch einer was gegen Hans von Irrlingen. Der hat das alles längst vorausgesehen. Aber immer!

# 2838 | 18.06.2017 12:22:34 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2837

Lieber Wilfried,

auf das Werk Hans von Irrlingens – oder was davon übrig geblieben ist – bin ich bei längst fälligen, letztlich aber fast erwartungsgemäß gescheiterten Aufräumarbeiten in meinem Dachstübchen gestoßen. Man weiß ja, was sich da an längst Vergessenem ansammelt.
Kann sein, dass der Band – es handelt sich um den sechsten aus einem offenbar siebenbändigen Gesamtwerk – aus der Hinterlassenschaft eines entfernten Großonkels stammt, der mit Hans von Irrlingen in jener Mannschaft von Wacker Marktredwitz spielte, die 1921 dem FC Bayern München ein 3:3 abgerungen hat. Hans von Irrlingen soll zwei Tore geschossen haben, aber hier sind sich die Chronisten nicht so recht einig.
Hans von Irrlingen war ein Frühvollendeter und Frühvollendender. Sein voluminöses Werk, das die Tiefenschichten des Fußballs einer eingehenden, scharfsichtigen und visionären Analyse unterzieht, hat er – Jahrgang 1900 – bereits mit 25 Jahren abgeschlossen. Später soll er noch in Marseille interessierten Fischern gelehrt haben, bevor er in den Weiten Andalusiens eine Windmühle betrieben hat. Seine aus persönlicher Erfahrung und mentalmuskulärer Introspektion gewonnenen Erkenntnisse zu Problemen der Syndesmose haben ihn schon damals zu einem begehrten Ratgeber gemacht, folglich hat er neben seiner Windmühle eine entsprechende Restauration betrieben. Später soll er über Lissabon nach Brasilien ausgereist sein, wo sich freilich seine Spur verliert. Gut möglich aber, dass der spätere Erfolg Brasiliens im Fußballs zu einen nachhaltigen Teil auf den Lehren von Irrlingens beruht.
Ein durch und durch analoger Mensch – kein Wunder, dass Du bei google nichts gefunden hast!
Der erwähnte Band VI in meinem Besitz vereint kleinere Arbeiten wie den zitierten „Versuch über die Dauerkarte“. Daneben zum Beispiel – den Existentialismus vorwegnehmende – „Grundüberlegungen zu einer Philosophie der Eckfahne“ sowie eine ungewohnt mystisch anmutende Arbeit über die „Dimensionen des Sommerlochs“. Interessant bei den „Dimensionen“ allerdings, dass sie Aspekte der Relativitätstheorie vorzubereiten scheinen, aber da versagt meine Geisteskraft natürlich endgültig.
An letzterem magst Du ersehen, dass Zwo-F mal wieder vor sich hin deliriert. Was soll man auch machen, wenn sich auf der Waldau nix tut? Dann erfinden wir uns halt was, das geht zur Not auch mal ein paar Wochen. Aber nimmer lang!
Joe:Also, Zwo-f, ich würde mal so sagen: Wenn man sich den Namen auf der Zunge zergehen lässt, dann sind wir ALLE Irrlingers ... total.

# 2837 | 18.06.2017 09:25:22 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2836

Hallo Uwe,

wer zum Teufel ist Hans von Irrlingen? Wenn auch Google mich verlässt, bin ich verlassen. Oder ist das etwa ein Pseudonym von Uwe Horst Pfeifer, und ich habe mal wieder nix geschnallt. Aufklärung dringendst erbeten.

# 2836 | 12.06.2017 18:50:00 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
„Einmal heiratete ein Mann seine Dauerkarte. Es war die falsche. Die Ehe verlief unglücklich. Der Papst erteilte keinen Dispens. Drum prüfe gründlich die Dauerkarte, der du dich anzuvertrauen gedenkst“.

(Hans von Irrlingen, Versuch über die Dauerkarte. Marseille und Marktredwitz 1927. Kapitel XIII: „Dauerkarte und Fluch“.)

# 2835 | 11.06.2017 12:37:58 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
„Ein Mann mit Dauerkarte braucht keine Frauen. Er hat aber welche. Deswegen. Ein Mann ohne Frau braucht eine Dauerkarte. Er besorge sich eine. Eine Dauerkarte ohne Mann ist Verzweiflung. Man erlöse sie“.
(Hans von Irrlingen, Versuch über die Dauerkarte. Marseille und Marktredwitz 1927. Kapitel VII: „Dauerkarte und Eros“.)
@2834 / J.B.
Limo-Service für das CL-Spiel in Steinbach bereits fix gebucht! Bitte alle an die Clownsnasen denken!

# 2834 | 10.06.2017 12:47:46 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

soeben erfahre ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, dass Joe die Dauerkarte Nummer Eins der beginnenden Saison 2017/18 zugestellt bekam (wer 200o geboren wurde, fällt mir auf, wird im Laufe dieser Saison unter Umständen volljährig).
Dieses irritiert. Ich kampiere seit Tagen vor der Geschäftsstelle, wie immer in meinem Leben ohne jeglichen Erfolg. Außerdem ist es hart und nass. Fühle mich einsam. Kein Licht, nirgends. In meinem Ohr rauscht der Sound der Spiele. Trügerische Gaukelei. Owe war sind verswunden alliu miniu saisons.

Heute vor vier Wochen spielten wir gegen Trier. Das war schön. "Aber du brauchst nicht Morphium oder Kokain, sagt sich Tristano und geht langsam weiter, sondern die Essenz der Vergangenheit, die Kunst, auf der Waldau zu überleben, und manchmal die Frau und immer eine Dauerkarte". Jörg Fauser, Alles wird gut, Ffm 1982, S.5
Joe:Meine Pennerdauerkarte im unüberdachten Stehbereich wird mir auf Anforderung zugeschickt, ohne Nummer. Auf der Sitztribüne mit VIP-Clownsbereich, wo Herr Pfeifer zu logieren pflegt, geht's selbstverständlich anders zu: Die Dauerkartenbesitzer dürfen mit zu den Champions-League-Spielen der Kickers reisen.

# 2833 | 03.06.2017 18:19:04 | Michael Becker schrieb:
Lieber Joe, das Dorotheenquartier spricht in Radiospots explizit "Flaneure" an, und lädt sie zum Besuch ein, das wär doch was? Auf einen Bericht deinserseits freut sich schon jetzt Michael.
Joe:Leider hab ich die Werbung nie gehört - inzwischen aber faselt auch der benachbarte Stiftskirchenpfarrer vom "Flanieren": Der Begriff ist wieder mal in Mode und wird völlig sinnentstellt verwendet ...

# 2832 | 01.06.2017 11:03:12 | Michael Schmid schrieb:
Es bleibt interessant, in welche sprachlichen Niederungen die Stadtverantwortlichen, um nicht den Begriff Akteur zu wählen, der für handelnde Person bzw. Schauspieler steht, sich noch herablassen werden. Egal ob Luftreinigungstag oder Luftreinhaltetag, so wie ich es gestern der Lokalpresse entnehmen konnte, reinigen bzw. reinhalten bedeutet, aktiv sein, sauber machen, etwas unternehmen für die Sauberkeit der Luft; also wie auch immer, für die, die Sprache wörtlich nehmen und verstehen, klingt das fast schon verpflichtend. Noch mehr als Kehrwoche. Aber wenn wird es kümmern, und um bei dem Wort rein zu bleiben, könnte man auch sagen, es wird rein garnichts geschehen, außer man tut es als Stadtakteur, ich verstehe mich jetzt kurz und bescheiden als solcher, selbst. Vielen Dank für die tolle Depesche.

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