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# 2875 | 02.10.2017 22:00:48 | Walter Steiger schrieb:
Rede, 30.09.2017

Nach Jahren der von den Herren Rech und Gall angeordneten und noch immer nicht beendeten unverfrorenen Permanent-Bespitzelung der Bewegung "Wehret den Wolfgängen!", möchte man dem aktuellen Innenminister-Darsteller und seinen Spitzenbeamten "Wehret den Anfängen!" zurufen und ersatzweise den entschiedenen Fokus-Schwenk scharf nach rechts zur "A"-Partei anraten, die im Bund schon genauso stark ist, wie die von eben jenem Gall (nebst Schmid und Schmiedel) auf 12,7 % heruntergewirtschaftete SPD im Land.
Erhellend hierzu Erich Kästner, 1958: „Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat."
Joe:Besten Dank für diesen scharfen Blick auf eine Situation, die viele immer noch nicht angemessen ernst nehmen (das wichtige Kästner-Zitat habe ich übrigens seit Jahren im Computer gespeichert ...)

# 2874 | 01.10.2017 17:38:52 | pauli heinzelmann schrieb:
Schwarzer-Donnerstag-Gedaechtnis-Demo
# Gute Rede! Joe
Joe:Danke, Herr Pauli!

# 2873 | 28.09.2017 10:17:37 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
OFFIZIELLE VERLAUTBARUNG

Da ich mir,

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

vom hochgeschätzten Mitsalonisten Harthan bereits – sich sage nicht: zu Unrecht! - eine schwere Rüge inkl. Defaitismusverdacht eingehandelt habe, lege ich Wert auf die Feststellung, dass mein Fernbleiben beim freitäglichen Flutlichtspiel der

Stuttgarter Kickers vs. TSV Steinbach
29.09. 2017, 19 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

ausschließlich auf eine Terminkollision aufgrund planerischer Unschärfen meinerseits bzw. einer (mit Absicht?) skandalös verzögerten Veröffentlichung des Gesamtspielplans zurückzuführen und keinesfalls einer Selbstaufgabe gleichzusetzen ist. Kickersspezifische Depressionen können – klinisch bzw. wirtshaustechnisch erprobt – nur im Zuge einer Konfrontationstherapie gemildert werden. Dramatisch verschlimmert allerdings auch, aber Risiken und Nebenwirkungen gibt es immer, insbesondere in schweren Fällen. Sie können sich NICHT auf mich berufen, wenn Sie – wie immer – schwänzen!

# 2872 | 26.09.2017 19:31:16 | Cornelia schrieb:
# 2869 und # 2870 #2871

Sehr geehhrter Herr Pfeifer,
sehr geehrter Herr Harthan,

allerbesten Dank für Ihre Sorge und den Song!

Da ich jetzt Kickers-Fan bin, kann gar nix mehr passieren.
Selbst bei der größtmöglichen Depression nicht!

Und noch einmal: Bei mir auf E 7, Platz 2 war alles in Ordnung.
Deshalb kann ich nur sagen, dass ich diese Stelle wieder anstrebe.

Möglicherweise habe ich erneut auf Platz 1 den Hüter der Reihe,
und direkt unter mir meinen Gesprächspartner,
der im Gegensatz zu mir,
hinter seiner Vermögens- und Rentenbildung her ist,
den ich dabei aber gerne berate - und - mit dem ich Bier trinken kann.
Denn das ist etwas, was ich als Frau so allein jetzt nicht tun würde.

Bestenfalls kommen noch die Herren Harthan und Pfeifer vorbei.
Wir könnten in der Pause die wunderbare fränkische Bratwurst
genießen. Der Tag wäre gerettet!

ÜBRIGENS nebenbei bemerkt:
Mit meiner Luxus-Karte von E 5 bin ich natürlich auch dort
ein- und ausgegangen. Schon allein deshalb, weil mich
der Kontrolleur bereits so nett eingemeindet hatte.

Auf E 5 traf ich einen Nachbarn aus unserer Wohnanlage.
Er darf, wenn seine Frau dabei ist, meinen Mann und mich
kaum grüßen.
Hier, beim Kickersspiel, trat er, der mit zwei Freunden da war,
extra aus seiner Reihe und begrüßte mich mit Handschlag.

Und er war wegen des anstehenden Spiels so aufgeregt,
dass er mir gegenüber seiner Hoffnung auf ein gutes Spiel
in einer Weise Ausdruck verlieh, die mich schon erstaunte.

Er zwickte mir dabei nämlich mehrmals in den Oberarm.
So viel zu E 5.

# 2871 | 26.09.2017 19:00:46 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2870

Lieber Wilfried,

was soll ich denn machen? Perspektivisch-pädagogisch habe ich doch gar keine Wahl: Frau Cornelia glaubt am Ende, es ginge immer so kuschelig weiter dort drüben im E7 auf der Waldau. Und wer hört sich dann wieder die Vorwürfe an, wenn das Eis der Wahrheit sich auf alle Blütenträume legt? Das sind doch wir, hör mir uff! Nein, nein, die Wahrheit ist Frau Cornelia zumutbar, das wusste schon Frau Bachmann. Das weißt doch Du als alter Sillenbucher am besten!
PS: Dein Trick mit der Abseitsregel… jetzt verstehe ich das erst. Bei mir sind die Mädels immer eingeschlafen, wenn ich die erklärt habe. Hätte ich das bloß alles früher gewusst!

# 2870 | 25.09.2017 12:54:15 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2868

Verehrte Frau Cornelia,

danke für die Grüße aus Sillenbuch. Der Sonntag ist dann für uns alle - vorhersehbar - nicht so schön zu Ende gegangen, aber das ist eine andere Geschichte. Den Damen, die auf ihren Rat hin zum Zwecke der Anbahnung eines Techtelmechtels auf die Waldau gehen, sei noch ein stets funktionierender Tipp mit auf den Weg gegeben. Sie sollten sich hilfesuchend an einen einzelnen Herren wenden und ihn bitten, ihr doch die Abseitsregel zu erklären. Das kommt immer gut. Aber immer nur bei einem einzlnen Herren, denn wenn noch ein paar andere die Frage mitkriegen, dann fangen die auch noch an zu erklären und das gibt den größten Krach.

Frau Cornelia, noch kurz was zu Herrn Pfeifer, lassen Sie sich von ihm nicht ins Bockshorn jagen. Er neigt, wenn es um die Waldau geht, derzeit zu den ganz düsteren Farben. Der meint das nicht so, der will nur wachrütteln und ein Zeichen setzen, gegen Resignation und so. @ 2869

Lieber Uwe,

menschenskinder, das kannst du doch mit so einer Ladung Kickers-Blues kommen, den wird die Frau Cornelia doch noch früh genug kennenlernen. Hoffentlich hast du sie jetzt nicht verschreckt. Obwohl, ich glaub eher nicht.

Apropos Blues:
Zwischen Wahlergebnis und BVB habe ich heute morgen gelesen:
Charles Bradley ist gestorben.
"Why is it so hard to make it in America?"
http://bit.ly/JO8XrQ
Und damit wären wir schon fast wieder bei der Waldau.

# 2869 | 25.09.2017 08:55:46 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2868

Sehr verehrte Frau Cornelia,

musste es denn auch gleich beim ersten Mal der zwielichtig beleumdete Block E7 sein? Und hat man Ihnen nicht eigens eingeschärft, dass Sie sich nicht ansprechen lassen sollten? Der Kickersplatz ist ein Ort der Buße, der Askese, der stillen inneren Einkehr (bei der man in der Regel mit Erschrecken feststellt, wie wenig man vorfindet). Exerzitien, Geißelungen, das volle mittelalterliche Programm.
Außerdem gibt es auf dem Kickersplatz keine Ballwechsel, die nicht erwähnenswert wären. Sondern ausschließlich katastrophale. Weswegen stumm leidet alle Kreatur. Außer im E7. Versteht sich.

# 2868 | 24.09.2017 07:44:58 | Cornelia schrieb:
# 2865

Sehr geehrter Herr Harthan,

das ist ja schön, auch von Ihnen zu lesen!
Überhaupt muss ich Ihnen und Herrn Pfeifer
gegenüber mal meiner Bewunderung
Ausdruck verleihen,
über wie lange Zeit Sie dem Lesersalon
hier treu sind.
Der Chef und die Leser wissen es zu schätzen,
da bin ich mir sicher!

Tja, die Waldau,
die hat es mir seit diesem denkwürdigen Nachmittag
tatsächlich angetan.
Also – wenn Sie mal da sind zum Kickersspiel
geben Sie gerne Bescheid!

Habe einen genialen Ausguck
auf Haupttribüne E 7, Platz 2 gefunden,
den ich wieder anstrebe.

Dort war zunächst viel Platz.
Dann hat sich ein 25 Jahre jüngerer Herr,
(wie ich später erfahren habe),
der ursprünglich wesentlich weiter weg saß,
nach der Pause direkt unter mir platziert.

Wir haben uns sehr nett unterhalten.

Im Laufe nicht erwähnenswerter Ballwechsel
habe ich ungefragt Vermögen und Einkommen erfahren,
musste mein Alter preisgeben
und wähnte mich aus dem Rennen.

Trotzdem habe ich versprochen,
das nächste Mal Du zu machen und ein Bier mitzutrinken ….

Mittlerweile kam ein weiterer Mann direkt auf mich zu.
Da befürchtete ich schon, dass ich auf seinem Platz sitze.
Er verneinte und setzte sich,
als ob es anderweitig nicht reichlich Platz gegeben hätte,
auf Platz 1. Also war ich bestens beschirmt und
rührend harmlos unterhalten.

Und ich kann nur raten,
falls hier weibliche Leser anwesend sein sollten,
die gerade auf Bräutigamschau sind:

Gehen Sie nicht ins Schicki-Micki-Bussi-Bussi-Wellnesshotel
sondern ins Fußballstadion!

Und zwar allein! Nicht mit der Freundin im Schlepptau!
So viel Mut muss sein! Denn dann haben auch die Männer Mut!

Mit diesem Schwank möchte ich Sie ins Ruhrgebiet grüßen
und mit den besten Wünschen für einen angenehmen Sonntag ausstatten.

Übrigens hatte auch das Ruhrgebiet dieses Jahr
bei meinem Mann und mir Premiere.
Wir besuchten eine Freundin,
die der Beruf der Schauspielerin frühzeitig
von Sillenbuch und Heumaden ins Ruhrgebiet geführt hat.

Wir waren überrascht, wie interessant es dort ist!
Die Natur war saftig grün und die Ruhr ein frischer,
kräftiger Fluss.

# 2867 | 23.09.2017 12:20:52 | Michael Schmid schrieb:
Angesichts Abrissorgien an der Beethovenstaße und im Hallschlag eine Reminiszenz an verantwortliches Bauen an einem anderen Ort. Die Ausstellung Soziale Stadt im Bild "Das neue Frankfurt" in Fotografien von Matthias Matzak in der Architekturgalerie am Weissenhof. Die Ausstellung läuft noch bis zum 15.10. www.weissenhofgalerie.de
Joe:Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis.

# 2866 | 22.09.2017 15:15:50 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2865

Welcome back, lieber Wilfried,

welch brillante, lange vermisste Klarsicht: Die Dinge vom Kopf auf die Füße gestellt, wie sich das gehört!
In der Tat schließlich und am Ende: Wir gehen nicht auf die Waldau fürs Leben (was immer dieses fern der Waldau sei).
Wir leben, um in jenem sonderbaren Leben den Trost, dessen reichlich wir bedürfen, zu schöpfen für die Waldau. Einwandfrei!

Du siehst mich schwerstens begeistert: Das ist – endlich – in Begrifflichkeit gefasst, was dumpf wabernd schon lange in uns letzten Getreuen rumort! Man muss sich den homo waldauensis als einen glücklichen vorstellen. rein philosophisch gesehen. Versteht sich.

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